BFR News 10/2018 – Newsletter des Bayerischen Flüchtlingsrats

 

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Wahlprüfsteine: Wir haben die Parteien gefragt

Flüchtlingspolitische Themen spielen in diesem Landtagswahlkampf eine wichtige Rolle. Damit sich die bayerischen Wähler*innen einen Überblick verschaffen können, welche Positionen Parteien vertreten, die sich zur Wahl stellen, haben wir diese Parteien um die Beantwortung unserer Wahlprüfsteine gebeten. Sie nehmen Stellung zu den Themen:

Antworten liegen uns vor von CSU, Grüne, Freie Wähler, SPD, FDP, Linke, mut und AfD.

Die Antworten können Sie hier nachlesen >>>

 

Appell: Menschenwürde statt Abschiebhysterie!

Weil Flüchtlinge bei der Landtagswahl nicht wählen dürfen und sich deshalb nicht selbst für ihre Interessen einsetzen können, appellieren 3.300 Organisationen, Helferkreise, Ehrenamtliche und Einzelpersonen an die bayerischen Wähler*innen:

Bitte berücksichtigen Sie bei ihrer Wahlentscheidung den gesellschaftlichen Frieden und die Würde aller Menschen in Bayern. Geben Sie ihre Stimme nicht denjenigen, die Flüchtlingen ablehnend und feindselig gegenüberstehen und sie nur als Objekte für Abschreckung und Abschiebung betrachten. Achten Sie darauf, dass Sie Parteien wählen, die Teilhabe und Integration zur zentralen Gestaltungsaufgabe der Politik machen!

Den Appell lesen und die Unterstützer*innen einsehen können Sie hier >>>

 

Spendenaufruf: Rechtshilfe für akut von Abschiebung bedrohte Flüchtlinge

Flüchtlinge brauchen Ihre (finanzielle) Hilfe für Anwaltskosten und Gutachten. Wir wollen akut von Abschiebung bedrohten Flüchtlinge finanziell unterstützen, Rechtsmittel gegen eine Abschiebung und für ein Bleiberecht einzulegen. Bitte helfen Sie!

Hier können Sie den Aufruf unterstützen >>>

 

Nigeria: Sammelanhörung in der Zentralen Ausländerbehörde in München

Mehrere Geflüchtete aus Nigeria haben kürzlich eine Vorladung zu einem Termin zur Sammelanhörung an der Zentralen Ausländerbehörde Oberbayern in München erhalten. Diese Sammelanhörungen finden in der Woche vom 8.10.- 12.10. statt.  Eine Delegation Nigerianischer Offizieller wird voraussichtlich vor Ort sein, um Personen ohne Ausweispapiere zu identifizieren. Wir gehen davon aus dass der Zweck dieser Anhörungen eine abschiebevorbereitende Maßnahme ist.
Flyer in englischer Sprache mit nützlichen Informationen zum Umgang mit der Vorladung >>>
 
From October 8th till Oct 12th Nigerian officials will hold a mass hearing in Munich to identify Asylum seekers for the purpose of issuing travel documents to deport them to Nigeria. The mass hearing will take place at Zentrale Ausländerbehörde Oberbayern in Munich.
Here is a flyer with usefull informations how to deal with the mass hearing >>>

 

Termine:

11.10.2018 | rage against abschiebung in Landshut

Heute findet im Rocketclub - Ladehofplatz 5 - in Landshut ab 19 Uhr das rage against abschiebung Festival statt. Der Eintritt ist wie immer auf Spendenbasis, der Gewinn geht an den guten Zweck.
Mit: Unifono | Guts Pie Earshot | DJ Grandhipster P

Unbedingt Kommen und Feiern!

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13.10.2018 | Großdemonstration #unteilbar in Berlin

Samstag, 13. Oktober 2018 | Auiftakt: 12:00 Uhr Alexanderplatz, Berlin

"Gemeinsam stellen wir uns gegen Diskriminierung, Verarmung, Rassismus, Sexismus, Entrechtung und Nationalismus. Wir sind viele. Mit einer Großdemonstration am 13. Oktober 2018 setzen wir in Berlin ein Zeichen. Lasst uns gemeinsam stark und laut sein für eine offene, freie Gesellschaft und für soziale Gerechtigkeit."

Offizielle Website: https://www.unteilbar.org

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20.10.2018 | Demonstration Freiheit statt Abschiebung! in Bamberg

Samstag, 20. Oktober 2018 | Auftakt 13 Uhr vor dem Ankerzentrum Oberfranken - Birkenallee, 96050 Bamberg

Auszug aus dem Aufruf:
"Wir wollen Freiheit statt Abschiebung – gegen Abschiebungen nach Eritrea und gegen die Dublin III Verordnung der EU

Wir kommen aus Eritrea. Vor 30 Jahren haben wir um unsere Freiheit gekämpft. 1991 endete der Krieg um die Unabhängigkeit für Eritrea von Äthiopien. Trotzdem gibt es dort keinen Frieden. Seit 27 Jahren gibt es dort eine Diktatur unter der Partei „Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit“. Sie lassen willkürlich Menschen verhaften oder töten. Kein Gesetz schützt die Bürgerinnen und Bürger vor der Partei und seinem Geheimdienst. Wer in Eritrea seine Meinung äußert und die Regierung kritisiert kommt in das Gefängnis. Uns ist es weder erlaubt das Land zu verlassen noch in ein anderes Bundesland in Eritrea zu gehen. Schon unter 17 Jahre werden Kinder, sowohl Frauen als auch Männer, von der Schule in den Militärdienst gebracht, der weder bezahlt wird, noch zeitlich befristet ist. Wer sich weigert, wird in das Gefängnis gebracht. Misshandlungen im Militär sind keine Ausnahme und es gibt mehr Gefängnisgebäude als Schulgebäude. Unser Präsident tut nichts für uns. Er sagt sogar, dass wir für ihn unwichtig sind.

Wir sehen, wie immer mehr Menschen aus Eritrea, die Asyl beantragen, in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, abgelehnt werden. Eine Rückkehr nach Eritrea bedeutet für uns Zwangsarbeit oder Tod. Die Europäische Union und die Schweiz behaupten, dass sich die Situation in Eritrea verbessert hat, jedoch hat sich nichts Grundlegendes geändert. Einige Länder, welche das Dublin-Abkommen unterzeichnet haben, planen Abschiebungen nach Eritrea.

Aus diesem Grund wollen wir protestieren und fordern daher: Freiheit statt Abschiebungen, wir wollen in Europa bleiben, um in Freiheit zu leben. Wir wollen unseren Lebensort frei wählen und nicht gezwungen werden unsere Fingerabdrücke in einem Land, dass uns zurück nach Eritrea schickt, abzugeben. Wir wollen in keinem Lager leben, in welchen wir unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen."

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Flüchtlingsarbeit ist nicht umsonst und schon gar nicht kostenlos. Deshalb freuen wir uns über Spenden zur Unterstützung der Arbeit des Bayerischen Flüchtlingsrats!

 

 

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